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ADHS-Leitfaden
Screening

ADHS-Screening vs. Diagnose: Was eine Selbsteinschätzung leisten kann und was nicht

Erfahre, wie ADHS-Screening-Tools funktionieren, was deine Ergebnisse bedeuten und warum eine Selbsteinschätzung ein erster Schritt und keine Diagnose ist.

Veröffentlicht

15.01.2025

Aktualisiert

08.09.2026

Lesezeit

6 Min. Lesezeit

Warum es Screening-Tools gibt

Screening-Fragebögen sollen Menschen helfen, Muster zu erkennen, die leicht zu übersehen oder mit der Zeit als normal abzutun sind. Sie sind keine medizinischen Diagnosen. Stattdessen bieten sie eine strukturierte Möglichkeit, über häufige ADHS-Merkmale wie Unaufmerksamkeit, Impulsivität, Unruhe, emotionale Regulation und Zeitwahrnehmung nachzudenken.

Wenn du dich fragst „Habe ich ADHS?”, kann ein Screening-Tool ein sanfter erster Schritt sein. Es kann dir helfen, deine Beobachtungen zu ordnen, herauszufinden, welche Bereiche am herausforderndsten sind, und zu entscheiden, ob du eine professionelle Untersuchung suchen möchtest. Du kannst hier einen kostenlosen ADHS-Selbsttest machen.

Was ein Screening kann und was nicht

Ein Screening kann:

  • Muster hervorheben, die mit ADHS-Merkmalen übereinstimmen.
  • Zeigen, welche Kategorien für dich am bedeutsamsten sind.
  • Dir Worte geben, um deine Erfahrung einer Fachkraft zu beschreiben.

Ein Screening kann nicht:

  • ADHS bestätigen oder ausschließen.
  • Ein klinisches Gespräch und die Vorgeschichte ersetzen.
  • Jeden Faktor berücksichtigen, der Aufmerksamkeit, Energie oder Stimmung beeinflussen könnte.

ADHS kann sich bei verschiedenen Menschen, Altersstufen und in verschiedenen Kontexten unterschiedlich zeigen. Eine qualifizierte medizinische Fachkraft berücksichtigt die vollständige Vorgeschichte, den Entwicklungsverlauf und die Alltagsfunktion, bevor sie eine Diagnose stellt.

Wie die Open-ADHD-Einschätzung aufgebaut ist

Ein eigener Fragebogen zur Selbstreflexion für Erwachsene (18+), ohne unabhängige klinische Validierung. Er stellt keine ADHS-Diagnose, bestimmt keinen Subtyp und berechnet keine ADHS-Wahrscheinlichkeit.

Das Ergebnis zählt je Kategorie die Antworten Oft oder Sehr oft. Du kannst alle Antworten ansehen und eine Textzusammenfassung kopieren oder herunterladen. Die Zahlen sind weder Schweregrade noch diagnostische Grenzwerte.

Was du mit deinen Ergebnissen tun kannst

Wenn Schwierigkeiten deinen Alltag beeinträchtigen, kannst du unabhängig von deinen Antworten mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal sprechen. Nimm konkrete Beispiele und Fragen zum Termin mit.

Was kann ich als Nächstes tun? · Ist dies ein validiertes ADHS-Screening?

Wann du professionelle Hilfe suchen solltest

Wenn ADHS-ähnliche Merkmale deine Arbeit, Beziehungen oder deinen Alltag beständig beeinträchtigen, lohnt sich ein Gespräch mit einer medizinischen Fachkraft. Viele Erwachsene bleiben jahrelang undiagnostiziert, weil sie ihre Symptome kompensieren oder maskieren. Eine klinische Untersuchung kann dir helfen zu verstehen, was vor sich geht, und Unterstützungsmöglichkeiten zu erkunden. Unser Leitfaden zur Vorbereitung auf den Arztbesuch kann dir helfen, dich auf das Gespräch bereit zu fühlen.

Quellen

Das ist keine Diagnose

Dieser Leitfaden dient ausschließlich der Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Wenn du dir Sorgen machst, dass du ADHS haben könntest, wende dich bitte an eine qualifizierte medizinische Fachkraft.

Bereit, deine Merkmale zu erkunden?

Die Open-ADHD-Einschätzung dauert etwa fünf Minuten und liefert eine klare Aufschlüsselung nach fünf Dimensionen: Aufmerksamkeit, Unruhe, Impulsivität, Emotionen und Zeitwahrnehmung.

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